Was VoIP kostet

Was VoIP kostet Montag 20.10.2008 15:49

3. Große Unternehmen

Richtig kompliziert wird es bei Unternehmen mit mehreren tausend Mitarbeitern und verschiedenen Standorten. Bei solch umfangreichen Telefonanlagen ist es mit einem Gateway nicht getan. Unter Umständen muss das gesamte Datennetz umstrukturiert werden.
Die Anschaffung eines VoIP-Systems für große Unternehmen erfordert fachmännische Unterstützung, und die schlägt sich mit Tagessätzen von 500 bis 1000 Euro zu Buche. Das Datennetz muss zunächst auf seine generelle Tauglichkeit untersucht werden. Zum Beispiel muss geprüft werden, ob die Bandbreite ausreicht und die Verzögerungszeiten richtig eingestellt sind, um etwa ein eigenes Weitverkehrsnetz (WAN) über VoIP einrichten zu können. Bei der Bedarfserhebung wird auch zu berücksichtigen sein ob ein IP Contact Center (zentrales Management von Datenflüssen) benötigt wird.
Der Entscheidungsprozess wird hier aber nicht nur von der technischen Machbarkeit bestimmt.

Systeme, beispielsweise von Alcatel oder CISCO, können quasi jede Anforderung erfüllen. Die Kosten und die daraus entstehenden Folgeprozesse werden ein entscheidendes und wichtiges Kriterium in dieser Frage sein.
So kann die Einführung neuer VoIP Telefone den ROI (Return of Invest) deutlich verzögern. Sollte es nötig sein, das Datennetz zu erweitern und zu verbessern, kann der Aufwand des unmittelbaren Nutzens durchaus überwiegen. Zu Bedenken ist, dass ältere VoIP Telefone über keinen integrierten Switch verfügen. D.h. für jeden Arbeitsplatz sind zwei Ports im Datennetz (Eingang/Ausgang) nötig. Das kann bedeuten, dass das Datennetz zu erweitern und zu verbessern ist. Die Kosten dafür können den unmittelbaren Nutzen von VoIP übersteigen. Allerdings wird sich ein großes Unternehmen durch geschickten Einsatz dieser neuen Technologe einen Wettbewerbsvorteil verschaffen können.


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