2004 - VoIP-Geschichte: VoIP steht kurz vor dem Durchbruch

2004 - VoIP-Geschichte: VoIP steht kurz vor dem Durchbruch Montag 20.10.2008 18:08

VoIP steht kurz vor dem Durchbruch. Endlich hat sich eine ausgeklügelte Hardware etabliert, der Markt kommt in Bewegung und zahlreiche Anbieter kämpfen um einen Platz in der viel versprechenden Branche. Dass die Akzeptanz für VoIP zunehmend wuchs, spiegelte sich auch in den Preisen wieder. Telefonate in die ganze Welt kosteten nur noch einige Cent und mit Gesprächspartnern des eigenen VoIP-Anbieters oder netzintern konnte sogar kostenlos kommuniziert werden. Die Regulierungsbehörde schätzte die VoIP-Nutzer in Deutschland Ende 2004 auf 250.000.

Auch auf dem Privatkundenmarkt konnte sich VoIP immer mehr behaupten. Diese Entwicklung wurde zunächst von der Akzeptanz von Breitbandanschlüssen, beziehungsweise DSL-Anschlüssen, gefördert, aber gleichzeitig von der Regulierungsbehörde gehemmt. Die Problematik bestand nämlich darin, dass die Anbieter von VoIP, die in der Regel kein eigenes Netz zur Verfügung stehen hatten, auch keine Ortsnetznummern kaufen und verteilen konnten. Deswegen wendeten sie sich an einen Anbieter von Übertragungsnetzen, an den Carrier, von dem sie die Rufnummern eines Ortsnetzes erwarben. In diesem Moment ist die Regulierungsbehörde eingeschritten und hat dieses Vorgehen untersagt. Zusätzlich forderte sie, dass alle Kunden, die ihren Wohnort nicht dort haben, wo sich das genutzte Ortsnetz befindet, vom Netz wieder getrennt werden. Da die Angelegenheit der Verteilung von Rufnummern geregelt werden musste, führte die Regulierungsbehörde eine Anhörung zu diesem Thema durch, in der schließlich einige Eckpunkte festgelegt wurden.


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