Die Anfänge von Voice-over-IP

Die Anfänge von Voice-over-IP Montag 20.10.2008 18:27

Der Beginn der Geschichte von Voice-over-IP lässt sich in den 80er Jahren datieren. Schon damals war die Integration von Sprache und Daten – hauptsächlich im gesellschaftlichen Bereich – ein sehr aktuelles Thema. Das Hauptanliegen jeder Forschungsansätze war die Entwicklung eines Datennetzes, in dem alle möglichen Dienste integriert werden können. In den Anfängen gab es nämlich mehrere Netze, die nebeneinander existierten und jeweils einem Dienst zugeordnet wurden: Datex-P, Datex-L, Fernsprechnetz, Datennetz, Btx und schließlich das Internet.
Der erste Versuch einer Vereinheitlichung wurde Mitte der 80er Jahre unternommen. Das ISDN sollte das Netz für Daten, Sprache, Video und Text sein. Dieser Ansatz war zum Scheitern verurteilt, da die Realisation von VoIP über schmalbandige Internetanschlüsse, wie sie für ISDN grundlegend sind, nicht möglich war. Die zu transportierenden Daten mussten zu verlustreich komprimiert werden, so dass letztlich kaum eine Kommunikation möglich war.
Anfang der 90er Jahre erlebte das Internet durch den WWW-Dienst seinen ersten Aufschwung. Damit war die Grundlage für die Forschung nach Integrationsansätzen, die über breitbandige Anschlüsse laufen, gelegt. Ein erster Lösungsversuch war auch schnell zur Hand. Der Asynchronous Transfer Mode (ATM) versprach eigentlich genau das, wonach gesucht wurde: Die Möglichkeit der Übertragung von verschiedenen Daten mit einer Hochgeschwindigkeits-Netzwerktechnologie für breitbandige Anwendungen. Nach einem kurzen Höhepunkt Mitte der 90er Jahre ebbte die Euphorie schnell wieder ab und ATM schafft nie den Durchbruch in das IP-basierende Netzwerk.


Share/Save/Bookmark