Das H.323 Protokoll

Das H.323 Protokoll Donnerstag 23.10.2008 15:45

Das H.323 Protokoll

Das H.323 Protokoll ist ein Internetprotokoll, das besonders für VoIP geeignet ist, weil es unter anderem auch in ISDN und Telefonnetz genutzt wird. Es ermöglicht die Übertragung von audio-visuellen Datenpaketen in jedem Netzwerk.
Dank seiner leichten Verfügbarkeit und seiner häufigen Nutzung hat es sich in der Internettelefonie durchgesetzt. Experten hoffen, dass H.323 als Standardprotokoll für VoIP eingeführt wird, da sich dadurch viele Probleme der Kompatibilität wie von selbst lösen würden.

Vorteile des H.323 Protokoll  für den Nutzer
Bei einem standardisierten Protokoll wären die Nutzer nicht mehr an einen Gerätehersteller und seine Protokollarchitektur gebunden. Sie könnten Geräte verschiedener Hersteller beziehen und diese in ihrer Telefonanlage nutzen.
Zwar kennzeichnen viele Hersteller ihre Geräte als H.323-kompatibel. Das bedeutet aber lediglich, dass die Signalisierungsmechanismen, die beim Anmelden, Authentifizieren und beim Rufaufbau wichtig sind, kompatibel sind. Von einer durchgängigen Kompatibilität der verwendeten Protokolle kann dabei keine Rede sein. Im Klartext heißt das: Zur Zeit sind VoIP-Kunden noch dazu gezwungen, ihre Anlage bei einem bestimmten Hersteller zu beziehen.
Die meisten Hersteller verfolgen derzeit die Politik, zwar ihre eigenen Produkte optimal aufeinander abzustimmen, auf die Kompatibilität mit anderen Geräten aber keine große Rücksicht zu nehmen. So kann es vorkommen, dass man sowohl Gatekeeper wie Endgeräte nur dann nutzen kann, wenn sie vom selben Hersteller sind.

Mögliche Nachteile des H.323 Protokoll für Nutzer
Eine Standardisierung aller Geräte auf das H.323 Protokoll würde zu einer geringeren Auswahl an Geräten führen. Einige Funktionen, die jetzt über herstellereigene Protokolle verfügbar sind, würden verschwinden. Diese Nachteile würden aber durch ein reibungslosen Ablauf der Internettelefonie wohl mehr als aufgewogen.


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