ENUM - Electronic Numbering Mapping und VoIP

ENUM - Electronic Numbering Mapping und VoIP Dienstag 28.10.2008 14:58

Funktionsweise von ENUM

Im IETF-Standard RFC 3761, ehemals RFC 2915, ist das ENUM Protokoll festgelegt. Um eine Telefonnummer in die DNS-Datenbank aufzunehmen muss sie zunächst mittels der neu eingeführten und definierten Top Level Domain e164.arpa in eine eindeutige Domain umgewandelt werden (siehe oben genanntes Beispiel). Dieser FQDN wird dann ganz normal im DNS verwendet.

Um auf die einzelnen Kommunikationsadressen zu verweisen gibt es im ENUM Protokoll nach RFC 3761 besondere Einträge namens Naming Authority Pointer (NAPTR). Dabei können pro ENUM-Domain mehrere Einträge gesetzt werden, je nachdem wie viele Adressen hinterlegt sind. Für jeden Eintrag kann eine Priorität festgelegt werden.

Bei einem Anruf eines Teilnehmers mit ENUM-Unterstützung (ENUM-Lookup) über VoIP oder eine TK-Anlage / IP-PBX wird erst einmal über die Denic der jeweilige DNS-Server ermittelt, auf dem der entsprechende Eintrag liegt. Hierzu wird das ENUM-Protokoll verwendet. Die Telefonnummer wird dann aufgelöst bis zum NAPTR-Eintrag und liefert als Ergebnis zum Beispiel eine Emailadresse oder SIP-Adresse. Danach wird über das Session Initiation Protokoll (SIP) zu diesem NAPTR-Eintrag eine Verbindung etabliert.

Die Portunity GmbH beispielsweise bietet eine Rufumleitung an, wenn nach einer bestimmten Zeit die erste eingetragene Rufnummer nicht erreichbar ist. Außerdem könnte bei einem Anruf zu einer Festnetznummer mittels ENUM geprüft werden, ob zu der angerufenen Nummer auch eine SIP-Adresse existiert. Damit könnte er automatisch kostenlos mittels Voice over IP angerufen werden, anstatt über das kostenpflichtige PSTN-Netz.

PSTN und das Internet (TCP/IP) können auf der Kommunikationsebene mit der Schlüsseltechnologie ENUM verbunden werden.


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