Sicherheitslücken bei IP: Notrufe/Sonderrufnummern

Sicherheitslücken bei IP: Notrufe/Sonderrufnummern Donnerstag 23.10.2008 15:26

Derzeit ist die Erreichbarkeit von Notrufnummern über VoIP noch nicht immer und überall gesichert. Dieses Problem wird gelöst werden müssen, bevor VoIP den Durchbruch zum Massenkommunitaktionsmittel schaffen wird.
Der große Vorteil von VoIP wird in der Frage der Notrufnummern zum Hindernis. Da man über VoIP überall auf der Welt die gleiche Rufnummer verwendet, ist es unmöglich, den Anrufer über diese Rufnummer zu lokalisieren.

Die Notrufzentrale, die Feuerwehr oder die Rettung ist also nicht ohne weiteres in der Lage, den Aufenthaltsort des Anrufers zu bestimmen. Diese Information ist aber für den raschen und wirksamen Einsatz von Rettungskräften unerlässlich.
Im Normalfall wird der Anruf eines Notdienstes automatisch zu der nächstgelegenen Einsatzzentrale weitergeleitet. Das ist bei einem Anruf von VoIP nicht möglich. Es ist noch nicht einmal sicher, ob der Anrufer überhaupt eine Notrufzentrale erreicht, und wenn doch, dann muss die Information meist erst an die zuständigen Stellen weitergeleitet werden. Das kostet Zeit, und genau das ist es, was man in so einer Situation nicht hat.

Ortung von VoIP Anschlüssen
In den USA wird derzeit schon an einer Lösung dieses Problems gearbeitet. In Deutschland wird ebenfalls nach einer Möglichkeit gesucht, Anrufe auf Notrufnummern zu regulieren und an die entsprechenden Stellen weiterzuleiten.
Die naheliegende Methode wäre eine Ortung über GPS. Allerdings stellen sich dann datenrechtliche Fragen. Ganz zu schweigen davon, dass diese Ortung bezahlt werden muss. Derzeit ist hier noch keine Entwicklung abzusehen. Das dürfte auch daran liegen, dass öffentliche Stellen wie VoIP-Provider von dem regen Interesse und der boomenden Verbreitung von VoIP überrascht wurden.


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