
(nr) Duisburg. Der österreichisch-amerikanische Anbieter für Internet-Telefonie, Jajah, expandiert munter weiter. Jetzt ist dem Voice over IP-Unternehmen ein millionenschwerer Coup gelungen. Intel ist in die Unternehmungsplanungen eingestiegen und beschert Jajah einen warmen Geldregen.
20 Millionen Euro wollen Intel Capital und einige weitere nicht genannte Beteiligten im Rahmen der dritten Finanzierungsrunde Jajah zufließen lassen. Nach Angaben der Österreicher soll dieses Geld genutzt werden, um globale Kommunikationslösungen der „next Generation“ weiter voranzutreiben.
„Neue Wege der Kommunikation“
Doch auch eine direkte Zusammenarbeit mit Intel wird angestrebt. Bei der Produktentwicklung und im Bereich Marketing soll Intel dem VoIP-Unternehmen wertvolle Hilfestellung leisten. „Dieses Investment unterstreicht Intels Produkt- und globale Kommunikationsstrategie“, sieht auch Stephen Saltzman von Intel Capital eine sinnvolle Kooperation. „Innovative Technologien, wie eben Jajah solche verfolgt, schaffen neue Wege der Kommunikation“, wird Saltzmann zitiert. Er betont dabei, dass „gleichzeitig die Kosten für den Anwender gesenkt werden“
Verschmelzen von Telefon und Computer
Mit Hilfe von Intel will Jajah „zukunftsorientierte Lösungen entwickeln“, wie Roman Scharf erläutert. Der Mitgründer von Jajah prognostiziert für die Zukunft Telefonate, die ausschließlich nur noch IP-basiert abgewickelt werden. „Damit verschwinden die Grenzen zwischen Computer und Mobiltelefon“, so Scharf. Ein Verschmelzen von PC und Telefon sei schon bald der Regelfall.