(nr) Duisburg/Los Angeles. Das Telefonieren über das Internet ist und bleibt einer der großen Trends des Jahres. Deswegen ist es wenig verwunderlich, dass auch Microsoft sich dem Voice over IP gewidmet hat. Auf der diesjährigen Windows Hardware Developer Conference (WinHEC) präsentieren die Redmonder nun Lösungen, die für die Unified Communications Software von Microsoft wie maßgeschneidert sind.
Mit neun Unternehmen hat sich der Branchenriese zusammengetan. Herausgekommen sind 15 Telefone und andere Geräte, die das Telefon am Arbeitsplatz mit E-Mail, Instant Messaging, Statusanzeigen, Konferenzschaltungen, VoIP und mobiler Kommunikation verbinden sollen.
Bunte Produktvielfalt
Zu der bunten neuen Produktpalette zählen vor allem IP- und USB-Telefone sowie drahtlose Headsets und Konferenztelefone. Derzeit prüft Microsoft noch die Gewährleistung einer einfachen Installation und dem einwandfreien Zusammenspiel mit der Microsoft-eigenen Kommunikationssoftware.
Philips machte den ersten Schritt
Den ersten Schritt auf eine verstärkte Unterstützung von Voice over IP machte im vergangenen Jahr Philips. Das Unternehmen setzte mit seinem VOIP433 Dual Phones auf den „Doppelpass“ mit Microsofts Live Messenger. Durch die Kooperation mit nun noch mehr Unternehmen will Microsoft die Auswahl an VoIP-Geräten für Windows stark erweitern.
USB-Headset von GN bereits tauglich
Eines der ersten zum Office Communicator 2007 voll kompatiblen Geräte ist das Jabra GN2000 USB-Headset von Hersteller GN, das durch Plug & Play Funktion besonders einfach zu installieren sein soll. Es gehört zur GN2000-Serie, die bereits seit Ende 2005 auf dem Markt ist. Verfügbarkeit und Preis seien jedoch Herstellerangaben zufolge regional unterschiedlich und wurden daher bislang nicht bekannt gegeben.
Alle Neune
Zu den neun Unternehmen, die künftig eng mit Redmond zusammenarbeiten, zählen auch Asustek Computer Inc., LG-Nortel Co. Ltd., NEC Corp., Plantronics Inc., Polycom Inc., Samsung, Tatung Co. und Vitelix. Ab sofort seien bereits Lösungen verfügbar, die in der öffentlichen Betaphase des Microsoft Office Communications Server 2007 und Microsoft Office Communicator 2007 nutzbar sein sollen. Microsoft gibt den Unternehmen bei der Hardware-Entwicklung Einblick in die notwendigen Spezifikationen, um ein optimales Zusammenspiel mit seinen Lösungen zu erreichen.