
(nr) Duisburg. Mit der neuen Betaversion der Voice-over-IP-Software Skype bricht möglicherweise auch ein neues Zeitalter der Internet-Telefonie an. Denn Skyper können nun unter dem Schlagwort „Prime“ eigene Gebühren erheben. Das Unternehmen sieht darin Potenzial, um eine Basis für neue Geschäftsmodelle zu bieten.
Wer künftig seine Skype-Software zu einer „Premium-Version“ machen möchte, der kann sich mit dem in der neuesten Betaversion integrierten „Prime“-Feature für Anrufe bezahlen lassen. Die Anwender haben dann die Wahl, sich entweder für einen Minutentarif zu entscheiden, den sie erheben wollen, oder ob sie vom Anrufer eine einmalige Gebühr erheben wollen.
„Schwarze Schafe“ ausgesperrt
Skype hat allerdings sofort an die „Schwarzen Schafe“ gedacht, die durch diese Funktion nun auf den Plan gerufen werden könnten. Um einen Missbrauch von Skype „Prime“ zu verhindern, wird die Verbindung nämlich zunächst kostenlos hergestellt. Wer einen Nutzer von Skype „Prime“ anruft, der wird dann mit den unterschiedlichen Zahlungsmodi konfrontiert. Ein Zahlen direkt nach Aufbau der Verbindung fällt also flach. Vorerst funktioniert der neue Service nur für Anrufe von PC zu PC.
Schier unendliche Modelle denkbar
Mit diesem Angebot, in dem das Unternehmen die Grundlage neuer Geschäftsmodelle und -ideen sieht, sind viele Anwendungsgebiete möglich: Von der Sex-Hotline über Support-Dienste scheinen die Möglichkeiten schier unbegrenzt. Natürlich geht Skype bei der ganzen Sache auch nicht leer aus. Der VoIP-Anbieter beansprucht satte 30 Prozent der Einnahmen für sich.